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Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH

Nicht mit jeder natürlichen Person kann ein Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH abgeschlossen werden. Die genaue gesetzliche Regelung dazu findet sich in § 6 GmbHG. Gesellschafter, die einen Geschäftsführer berufen und mit diesem einen Geschäftsführervertrag schließen wollen, sind verpflichtet, die Eignung des Bewerbers sorgfältig zu prüfen.

Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH Ausschlussgründe

Der Sinn der gesetzlichen Ausschlussregelung besteht keineswegs darin, jede Person auszugrenzen, die sich einer Straftat schuldig gemacht hat. Dies ist nicht die Zielsetzung und würde wahrscheinlich auch eine unangemessene Benachteiligung darstellen. Der Sinn liegt vielmehr darin, nur diejenigen Personen auszuschließen, die bereits nachweislich den Anforderungen eines ordentlichen Geschäftsmann nicht genügen. Mit diesem Personenkreis dürfen die Gesellschafter einen Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH zur Vermeidung eines Haftungsgrunds nicht abschließen.

Das Gesetz kennt eine Reihe von Ausschlussgründen:

  • Vermögensbetreuung und Einwilligungsvorbehalt (umgangssprachlich Entmündigung)
  • Berufs- oder Tätigkeitsverbot
  • rechtskräftige Verurteilung wegen Insolvenzstraftaten
  • Insolvenzverschleppung
  • Verstöße gegen das Aktiengesetz und weitere Vorschriften nach § 6 Abs. 3 d GmbHG
  • Straftaten wie Betrug, Untreue und andere Vermögensstraftaten nach dem StGB.

Voraussetzung ist, dass die Verurteilung wegen dieser Straftaten mindestens zu einer einjährigen Freiheitsstrafe geführt hat, rechtskräftig ist und noch nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, wenn der Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH abgeschlossen werden soll.

Folgen bei Nichtbeachtung

Wird trotz dieser Ausschlussgründe mit einer ungeeigneten Person ein Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH abgeschlossen, kann dies für die Gesellschafter zu einer besonderen Haftung gegenüber der Gesellschaft führen.

Entsteht ein Schaden durch den ungeeigneten Geschäftsführer, so besteht für die GmbH die Möglichkeit, sich an den für den Anstellungsvertrag Geschäftsführer GmbH verantwortlichen Gesellschaftern schadlos zu halten. Die Voraussetzung ist dabei, dass die Gesellschafter ihre Prüfungspflichten grob fahrlässig oder womöglich sogar vorsätzlich verletzt haben.

Gerade bei der Berufung eines Fremd-Geschäftsführers trifft die Gesellschafter zur Vermeidung einer eigenen Haftung die besondere Sorgfaltspflicht, dessen Eignung auch im Hinblick auf Vorstrafen nach dem § 6 GmbHG zu prüfen.