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Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter

Für den alleinigen Gesellschafter eines Unternehmens wird der Abschluss eines Anstellungsvertrags für Geschäftsführer von anderen Überlegungen bestimmt als bei einem Fremdgeschäftsführer. So können durch den Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter den steuerrechtlich relevanten Nachweis erbringen, dass ihre Vergütung keine verdeckte Gewinnausschüttung ist.

Anforderungen für den Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter

Ist beabsichtigt, durch den Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter zu verpflichten, so muss dieser Vertrag die gleichen Voraussetzungen erfüllen, die auch an einen Anstellungsvertrag für jeden anderen Geschäftsführer gestellt werden. Der Alleingesellschafter bestellt sich unabhängig vom Vertragsschluss durch Gesellschafterbeschluss als Geschäftsführer und legt in dem Beschluss die wesentlichen Details seiner Tätigkeit fest.

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Vereinbarung der Aufgabenbereiche

Da der Geschäftsführer alleiniger Gesellschafter ist, kann es nicht zu Interessenkollisionen zwischen der Gesellschaft und seiner unternehmerischen Tätigkeit kommen. Er hat nicht damit zu rechnen, dass seine Entscheidungen von den Gesellschaftern infrage gestellt werden oder er zur Vornahme konkreter Rechtsgeschäfte angewiesen wird. Eine entsprechend ausführliche Vereinbarung hinsichtlich der Aufgabenbereiche werden aus diesem Grund im Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter nicht aufnehmen. Das Regelungsbedürfnis ist schon aufgrund ihrer beherrschenden Stellung nicht gegeben.

Bezüge und Tantiemen

Eine deutlich größere Bedeutung messen im Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter der rechtssicheren Ausgestaltung ihrer Bezüge und Tantiemen zu. Diese Vereinbarungen sind steuerlich relevant, da sie von den Finanzbehörden sorgfältig darauf geprüft werden, ob eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt. Die Gesamtsumme aller Bezüge und Vergünstigungen muss dem Umfang der Tätigkeit entsprechen und in einem vertretbaren Verhältnis zum Jahresgewinn des Unternehmens stehen.

Folgen bei fehlender Angemessenheit

Liegt ein Missverhältnis zwischen Höhe der Tantiemen und der Bezüge vor, ändert sich die steuerliche Beurteilung. Dies gilt ebenfalls, wenn die Vereinbarungen im Geschäftsführervertrag Alleingesellschafter für ihre Tätigkeit insgesamt in einer Höhe vergüten, die deutlich über denen vergleichbarer Geschäftsführerbezüge steht. Eine angemessene Festlegung schützt deswegen den Alleingesellschafter in seiner Stellung als Geschäftsführer und als Teil des Unternehmens durch seine Gesellschaftsanteile.

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