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Kündigung eines Arbeitnehmers

Die Kündigung eines Arbeitnehmers gehört zu den vom Gesetzgeber streng geregelten Kündigungsarten. Sie ist immer mit dem Risiko eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens behaftet. Es ist unverzichtbar, die Schriftform einzuhalten und die Kündigungsfrist genau zu berechnen.

Form bei Kündigung eines Arbeitnehmers

Die Kündigung durch den Arbeitgeber hat schriftlich zu erfolgen, wobei ein Kündigungsschreiben per Fax oder Email nicht wirksam ist. Dieses Schreiben enthält neben dem Ausspruch der Kündigung als solcher noch den Zeitpunkt, wann das Arbeitsverhältnis endet. Dazu erfolgt ein ausdrücklicher Hinweis, dass sich der gekündigte Arbeitnehmer umgehend bei der Agentur für Arbeit zu melden hat. Dies gilt unabhängig davon, wie lang die Kündigungsfrist ist und das Arbeitsverhältnis noch fortbesteht.

Kündigungsgrund

Ein Kündigungsgrund muss in der Kündigung eines Arbeitnehmers nicht angegeben werden, wenn es sich um eine ordentliche fristgerechte Kündigung handelt. Vielfach führen Arbeitgeber die Gründe jedoch an. Dies gilt besonders, wenn das Verhalten des Arbeitnehmers der Grund für die Kündigung ist.

Mögliche Kündigungsgründe sind

  • verhaltensbedingt
  • personenbedingt
  • betriebsbedingt

Kündigungsfrist

Der Arbeitgeber hat bei der Kündigung eines Arbeitnehmers sorgfältig darauf zu achten, dass er die gesetzlich vorgeschriebene oder vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist nicht unterschreitet. Diese richtet sich gesetzlich nach der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers. Bei einer arbeitgeberseitigen Kündigung ist eine kurze Kündigungsfrist zumeist nur während der Probezeit möglich. In allen anderen Fällen ist davon auszugehen, dass mindesten vier Wochen Kündigungsfrist bei der Kündigung eines Arbeitnehmers einzuhalten ist.

Rechtsmittel bei Kündigung

Erfüllen die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Größe des Unternehmens die Voraussetzungen für eine Kündigungsschutzklage, muss ein Arbeitgeber bei Kündigung eines Arbeitnehmers häufig damit rechnen, dass dieser Klage beim Arbeitsgericht einreicht. Arbeitnehmer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ihnen bei jeder Kündigung eine Abfindung zu zahlen ist. Dies ist keineswegs der Fall und kann vom Arbeitgeber vermieden werden, wenn er die Kündigung möglichst überlegt sowie formell und inhaltlich präzise formuliert.