99% Zufriedenheit
Home » Kündigung » Kündigung eines Geschäftsführers

Kündigung eines Geschäftsführers

Für die Kündigung eines Geschäftsführers gelten die arbeitsrechtlichen Schutzmaßnahmen nicht. Ein Geschäftsführer kann keine Kündigungsschutzklage einreichen. Seine Kündigung richtet sich aber maßgeblich nach den Vereinbarungen zwischen ihm und der Gesellschaft.

Unbefristeter Geschäftsführervertrag

Die Kündigung eines Geschäftsführers mit einem unbefristeten Geschäftsführervertrag ist jederzeit möglich. Zu beachten ist dabei nur, dass die Kündigungsfrist für den Dienstvertrag eingehalten wird und die Kündigung durch die Gesellschafter oder die Gesellschafterversammlung erfolgt. Auch die Angabe von Gründen für die Kündigung ist nicht erforderlich. Die Kündigung des Geschäftsführervertrages ist nicht mit der Abberufung des Geschäftsführers durch die Gesellschafterversammlung zu verwechseln. Beides sind Rechtsbeziehungen, die getrennt voneinander beendet werden. Etwas anderes gilt nur, wenn im Geschäftsführervertrag eine Koppelungsvereinbarung getroffen wurde.

Kündigung eines Geschäftsführers bei befristetem Vertrag

Wird der Geschäftsführervertrag befristet geschlossen, ist zumeist eine Kündigung nur aus wichtigem Grund möglich. Als wichtiger Grund gelten in nicht abschließender Aufzählung

  • strafbare Handlungen
  • Insolvenzverschleppung
  • Verstoß gegen Wettbewerbsverbot
  • Nichtbefolgung von Weisungen

Grundsätzlich ist für die Kündigung eines Geschäftsführers aus einem wichtigen Grund erforderlich, dass der Geschäftsführer durch sein Verhalten oder in seiner Person liegender Gründe Anlass gibt, die Zusammenarbeit zwischen ihm und den Gesellschaftern für die Zukunft unzumutbar zu machen.

Vertragliche Kündigungsfristen

Vor der Kündigung eines Geschäftsführers sollten die Gesellschafter den Gesellschaftsvertrag einschließlich der vereinbarten Nachträge zurate ziehen. Bei einem unbefristeten Vertrag vereinbart ein Geschäftsführer mit der Gesellschaft in vielen Fällen eine individuelle Kündigungsfrist. Diese beträgt nicht selten mehrere Monate und führt dazu, dass das Unternehmen trotz wirksamer Abberufung des Geschäftsführers weiter dessen Bezüge zu tragen hat.

Rechtsmittel

Der Geschäftsführer kann zwar keine Kündigungsschutzklage einreichen, die zivilrechtliche Klage zur Prüfung der Rechtsmäßigkeit ist aber zulässig. Gerichtsverfahren bei Kündigung eines Geschäftsführers werden mit einem hohen Streitwert geführt, der immateriell noch durch den Imageschaden ergänzt wird. Es empfiehlt sich deswegen, für die Grundlage der Kündigung auf bewährte Kündigungsmuster zurückzugreifen, um das Risiko zu minimieren.