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Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung

Ist nach der Abberufung für den Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung oder Kündigung anderer Art überhaupt noch notwendig?

Der Vertrag zwischen dem Geschäftsführer und der Gesellschaft muss nach schuldrechtlichen Bedingungen beendet werden. Es reicht keinesfalls, den Geschäftsführer nur aus seinem Amt abzuberufen. Die Abberufung ist ebenso unabhängig von seiner vertraglichen Beziehung zur Gesellschaft, wie es zuvor seine Bestellung durch die Gesellschafterversammlung war.

Wann ist bei einem Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung die richtige Vorgehensweise?

Sofern zwischen Geschäftsführer und Gesellschaft ein unbefristeter Geschäftsführervertrag geschlossen wurde, kann dieser durch eine ordentliche Kündigung jederzeit beendet werden. Gründe müssen nicht angegeben werden. Wichtig ist, dass die Kündigungsfrist eingehalten wird. Diese bestimmt sich entweder nach den gesetzlichen Vorschriften für den Dienstvertrag oder es existiert im Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung mit einer individuell vereinbarten Kündigungsfrist.

Wie wird bei einem befristeten Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung durchgeführt?

Das Wesen des befristeten Vertrages besteht darin, dass nur aus wichtigem Grund eine Kündigung erfolgen kann. Die Abberufung des Geschäftsführers aus seiner Organstellung als Vertreter der Gesellschaft ist nicht grundsätzlich ein wichtiger Grund. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn den Vertragsparteien das Festhalten am Vertrag nicht länger zumutbar ist. Dies ist zumeist dann der Fall, wenn der Geschäftsführer einen oder mehrere Gesellschafter persönlich angegriffen hat, er durch sein Verhalten gegen Treuepflichten verstoßen oder er sich strafbar gemacht hat.

Gelten besondere Bestimmungen für den Gesellschafter-Geschäftsführer?

Es ist tatsächlich so, dass für einen Gesellschafter mit einem Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung nicht vorgesehen ist. Diese Ausnahme schützt den Gesellschafter, der durch seine geschäftsführende Tätigkeit in Konflikt mit den übrigen Gesellschaftern geraten kann. Tritt diese Situation auf, soll eine unbegründete Kündigung vermieden werden. Die außerordentliche Kündigung ist jedoch möglich.

Wie ist die ordentliche Kündigung vertraglich zu regeln?

Es hat allgemein üblich, in einem unbefristeten Geschäftsführeranstellungsvertrag ordentliche Kündigung in Kombination mit besonderen Kündigungsfristen zu vereinbaren. Diese sind dann länger als die gesetzlichen Fristen.