99% Zufriedenheit
Home » Anstellungsvertrag Geschäftsführer » Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht

Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht

Für einen Gesellschafter, der zugleich die Aufgaben des Geschäftsführers übernimmt, ist ein schriftlicher Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht. Diese ist zwar nicht gesetzlich ausdrücklich vorgesehen, aber sie ergibt sich beispielsweise bei der GmbH aus § 43 GmbHG, wonach der Geschäftsführer die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsleiters anzuwenden hat.

Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht zur Mitwirkung

Zu den Pflichten eines sorgfältig und wirtschaftlich vernünftig agierenden Geschäftsführers gehört die Aufgabe, die Steuerlast seiner GmbH zu senken. Dies bedeutet, dass der Gesellschafter-Geschäftsführer seine Bezüge als steuerlich begünstigte Betriebsausgaben nachweist. Ein Nachweis gelingt aber nur dann, wenn das Finanzamt konkrete Belege erhält, aus denen sich diese Vereinbarungen ergeben. Den Geschäftsführer trifft eine Mitwirkungsverpflichtung, nach der ein schriftlicher Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht sein kann.

Alleingesellschafter und Beschlusspflicht

Wer als Alleingesellschafter eine GmbH leitet, steht vor der ungewohnten Aufgabe, zwischen sich als Gesellschafter und Geschäftsführer eine genaue Aufgabentrennung nachzuweisen. So ist es für den Alleingesellschafter beim Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht, den dazu gehörigen Gesellschafterbeschluss für die Bestellung als Organ der Gesellschaft zu fassen. Vielfach wird diese Verpflichtung vernachlässigt und die ordentliche Verwaltung der Gesellschafteraufgaben wird zur unbestimmten Überlegung. Der Nachweis gegenüber dem Finanzamt und die ordnungsgemäße Abwicklung zwingender Gesellschaftsbelange werden unnötig erschwert.

Pflichterfüllung durch einfache Dokumentation

Wird erst durch die angeforderten Nachweise offenkundig, dass ein schriftlicher Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht für jeden ordentlichen handelnden Geschäftsführer sein sollte, ist eine Rückdatierung des Vertrags keine Alternative. Die Rückdatierung der Vereinbarungen ist nicht zulässig. Ein aktueller Vertrag mit rückwirkenden Vereinbarungen ist dagegen nicht notwendig, da der Vertragsinhalt nach den eigenen Angaben des Geschäftsführers bereits wirksam ist.

Diese Problematik ist ohne Aufwand vermeidbar, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer seine Geschäftsführeranstellungsvertrag Pflicht durch die Verwendung des passenden Vertragsmusters für Geschäftsführer erfüllt. Damit ist die Dokumentation von Anfang an vollständig und der wirtschaftliche Nutzen für ihn als Gesellschafter und Geschäftsführer gleichermaßen garantiert.